Herrenberger Herztöne - Streuobstvielfalt
Shownotes
In dieser Folge nehme ich Sie mit in den Garten von Thomas Wappler, der sich, so wie viele andere Menschen, für den Erhalt der Streuobstwiesen einsetzt.
Der Streuobstanbau in Deutschland ist zwar „Immaterielles Kulturerbe“ - eine Würdigung aller Engagierten, die sich um die Vielfalt der Obstsorten, um Biodiversität kümmern - aber trotzdem gehen hier bei uns jedes Jahr ca.1000 Bäume verloren.
Welche Gründe gibt es dafür? Und wie können wir alle dabei helfen, dass diese wertvolle Kulturform nicht in Vergessenheit gerät und uns allen immer weiter verloren geht?
„Wir haben als Gesellschaft die Pflicht, die Streuobstwiesen zu erhalten. Und nicht nur die Bewirtschafter, der Einzelne, sondern wir alle. Und wir können einer Sache ja nur dann überzeugt helfen, wenn wir sie mögen, wir können sie aber nur mögen, wenn wir sie überhaupt kennen. Es reicht nicht nur, ein Buch über Streuobst zu lesen, um sich dafür zu begeistern.“ (T.Wappler)
Stellvertretend für viele Streuobstwiesenbewirtschafter*innen besuchen wir gemeinsam die Familie Noppel in Kayh: https://www.brennerei-noppel.de
Es gibt aber auch viele weitere gute Adressen, die Sie unter: „Streuobst Erlebnis Herrenberg“ finden:
https://streuobsterlebnis.mitmachstadt-herrenberg.de/streuobstprodukte
Die Erlebniswege finden sich hier:
https://streuobsterlebnis.mitmachstadt-herrenberg.de/erlebniswege
Wenn Sie sich in den verschiedenen Vereinen einbringen wollen:
https://www.ogv-herrenberg.de
https://www.ogv-oberjesingen.de
https://www.ogv-kayh.de
http://www.ogv-moenchberg.de
https://www.haslach2025.de/unsere-vereine
http://www.ogv-kuppingen.de
https://www.ogv-gueltstein.de
Bei Interesse am erwähnten Baumpraktikum, das es ab Herbst geben wird, oder bei weiteren Fragen/Anregungen:
Thomas Wappler
streuobsterlebnis@gmail.com
Hier kommen Sie zum NABU:
https://www.nabu-gaertringen.de
Ein besonderer Dank geht an Elke Kohler – für ihre besonderen Photographien!
Musik zu Beginn: Musikverein Stadtkapelle Herrenberg - Reflections of this time
Begleitende, musikalische Klänge: Amsel, Drossel, Fink, Grünspecht und weitere Vogelstimmen, sowie die hauseigenen Bienen von Thomas Wappler.
Dieser Podcast wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms 'Demokratie leben!' durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Transkript anzeigen
00:00:00:
00:00:12: Herrenberger Herztöne.
00:00:15: Ein Podcast von Viola Gabor mit Menschen, Orten und Momenten aus einer besonderen Stadt.
00:00:38: Folge elf.
00:00:40: Streuobst
00:00:42: Vielfalt!
00:00:49: Herzlich willkommen im Wunderschöngarten von Thomas Wappler dessen Stimme ich schon beim Neujahrsempfang aufgenommen hatte Und da wurde mir schon klar, dass ich mit dir, liebe Thomas diese Folge aufnehmen muss.
00:01:04: Denn du bist einer der vielen Engagierten dessen Herz besonders für die Erhaltung der Streuobstwiesen schlägt.
00:01:14: Aber das Tolle ist es, ganz viele Leute gibt, die etwas für die Streubswiesen machen und was ganz unterschiedliche Motivationes.
00:01:22: Was ist deine?
00:01:23: Bei mir trifft's vielleicht auch unterschiedlichen Motivations.
00:01:26: Ich genieße es natürlich total!
00:01:28: wenn meine Bäume doch mal so viel Äpfel abwerfen, dass ich ein bisschen was für den Winter hab.
00:01:33: Noch besser, wenn es schon saft reicht und noch besser wird, wenn man so einen Moss streicht.
00:01:37: Tut's nicht immer, weil ich so viele Bäume nicht habe.
00:01:39: Aber einfach die Natur und draußen sein?
00:01:41: Mein Beruf hat mit Organisationsentwicklung zu tun gehabt.
00:01:43: Ich war in meinen großen Organisationen ... Und mein Werkzeug war Powerpoint.
00:01:49: Das Gegenteil von einer Heckenschere oder von einer Rebschere.
00:01:53: Da hab' ich den Eindruck gewonnen, der artgerechte Lebensraum für uns ist.
00:02:00: Nicht das Büro, nicht das Auto oder die Maschinenhalle ... Nee!
00:02:04: Draußen.
00:02:04: Deswegen treffen wir uns auch
00:02:05: hier draußen.
00:02:08: Lass es mal anfangen bei der Geschichte der Streuobstwiesen.
00:02:11: Das hat ja eine alte Tradition.
00:02:14: Die meisten, die das hören, wenn sie jetzt nicht direkt mit der Erhaltung der Streuobswiesen zu tun haben oder wie du Bäume haben, dann fahren sich durch die Gegend und sind verzückt
00:02:26: über die
00:02:27: Obstbaumblüte und über die Produkte, die es hier gibt.
00:02:32: Aber was heißt Streuobstwiese?
00:02:36: Ich glaube, da gibt's unterschiedliche Theorien.
00:02:39: Also die einen sagen, Streuswiese heißt deswegen Streubstwiesse, weil die Bäume so verstreut stehen.
00:02:44: Andere sagen Streubswiese heisst, weil unter den Bäumen ein Streu für die Stelle liegt.
00:02:49: Das erste mit dem Verstreutstehen, das passt vielleicht besser.
00:02:53: So nicht so, dass man gesagt hat wir müssen ja ... Obstplantagen anlegen, die würden anders aussehen.
00:02:57: Und ursprünglich gab es ja diese großen Ströbstanlagen nicht.
00:03:02: Sonst waren halt Ecker und Weiden oder Wiesen für Futter.
00:03:07: Dann kam der König von Württemberg und er hat gemeint seine Leute, seine Bäuerle sollten mehr Obst bauen.
00:03:13: Uns war so zu sagen zur Ernährungssicherheit.
00:03:16: oder ja ... Bäuerle ihr müsst jetzt Bäumen pflanzen.
00:03:19: Da haben sie gesagt ja so ein Scheiß auf unsere schönen Ecker, auf unseren schönen Wiesen müssen wir diese Bäume pflanzen.
00:03:23: Man hat dann also nicht gesagt, wir müssen jetzt Bäume pflanzen und gucken was wir drunter machen.
00:03:26: Ne!
00:03:27: Es gab diese Unter-Nutzung, Kartoffelacker, Getreideacker, Graswiese... Man sieht das noch ob unter den Bäumen früher mal Weide oder Wiese waren oder Acker.
00:03:38: Das heißt es sieht so aus als wenn die Bäume auf einem leichten Höhen stehen und zwischen den Bäumen geht's ein bisschen runter.
00:03:44: Und das Ding nennt man einen Wölbacker.
00:03:46: Der Wehrbagger kam, weil die Leute früher tatsächlich den Acker damals bewirtschaftet haben mit einem Flug der sich nicht wenden konnte.
00:03:53: Da haben sie halt immer nach innen geflügt und da haben sie immer die Erde so nach inn geworfen.
00:03:58: Und danach war es auch noch inngeworfen zwischen den Ackerstreifen zu eine kleine Senke.
00:04:03: Und das sieht man heute noch, dass das mal Acker gewesen sein muss.
00:04:06: Es gab tatsächlich früher, aber noch ganz lange her bis vor fünfzig Jahren hier mehr Streuobst-Ecker als Streuabstwiesen.
00:04:12: sehr charakteristisch für Süddeutschland, Südwestdeutsche Land
00:04:15: Und damit auch für Herrenberg?
00:04:17: Ja, ja.
00:04:17: Wenn ich frage was besonders schön für dich an Herrn Berg das wird auf jeden Fall genannt die Blüte.
00:04:23: Also Herrnberg hat ein Leitbild.
00:04:26: im Kontext von dem neuen Leit Bild gab es noch eine Umfrage in Herrenberg.
00:04:30: welche Begriffe fallen ihnen ein wenn sie in Herren berg als ihre Heimat denken?
00:04:34: und er war klarer Sieger steuerbst vor so tollen begriffen wie Schönbuch Schlossberg Stiftskirche Marktplatz.
00:04:40: Ich wollte gerade euch sagen, es wundert mich und unterwundert mich nicht.
00:04:43: Für die Kernstärter ist das vielleicht ein bisschen ungewöhnlich, aber für die Teilorte ist es hundertprozentig verständlich.
00:04:51: Die Stadt Herrenberg hat mal über ihren Umweltbeauftragten damals Jürgen Baumer alle Interessenten aufgerufen sich zusammen zu tun um mehr für die Storbschießen zu machen.
00:05:01: Und daraus hat sich dann dieses Bürgerprojekt-Storbserlebnis gegründet dass denn mit riesigem Aufwand in fast allen Teilorten diese Streuobsterlebniswege gebaut hat, zwar würd ich in ihrer Aufwand.
00:05:14: Damals war ich noch beruflich mehr Zugang.
00:05:16: Es waren andere Leute die da wirklich gerackert haben wie die Verrückten und diese wurden natürlich eingeweiht jeder für sich eingeweihe.
00:05:22: das war unglaublich wie viele leute gekommen sind dann jedem also wirklich bei jedem einzeln wann hunderte leute und landrat und oberbürgermeister und der und er.
00:05:31: es war unglaubliche Wie viele leuten gekommen sind um einen streuobst Leerpfad einzureihen.
00:05:37: sagenhaft was
00:05:38: Erlebt man dort?
00:05:39: alles, beschreibt das mal ein bisschen.
00:05:41: Also es ist ja nicht dann wie ein Museum sondern nötig
00:05:44: draußen
00:05:45: und du erlebst das real?
00:05:47: Du siehst den Baum und erfährst über die Geschichte dann ganz viel oder?
00:05:52: Ja, ich habe eine Unterschiedesmutter zum Beispiel in Oberjesingen.
00:05:55: Die haben eigentlich eine schöne Tradition.
00:05:57: einerseits machen die jedes Jahr einen Einschulbaum.
00:06:00: Es geht schon viele Jahre zurück.
00:06:02: da geht dann dieser Weg los und beim Beginn dieses Einschulpaumallee gibt's ein riesiges Bienenhotel.
00:06:08: Und natürlich die Wege bei Kylen-Wöhnchberg, die weißen Haltdezent darauf hin, dass es hier einfach steil ist und schwer.
00:06:15: Meistens in der Rundwege, der Weg zwischen Ebühl und Gülstein – das ist kein Rundweg!
00:06:20: Der ist so ein bisschen ausgelegt für Kinder.
00:06:23: Warum sollte man sich jetzt eine kleine Wanderung antun?
00:06:26: Selbst ohne so einen Leerpfad... Hallo, wer geht nett gern durch die Streuobstwiesen?
00:06:31: Einfach ein nettes Ziel.
00:06:31: Auch kommen wir halt mal nach Oberjesingen und heute gehen wir nach Güldstein oder Haslach oder Kubbingen.
00:06:37: Dann hat man vielleicht eine Motivation einfach bei alle Teilorte oder Wiesen anzuschauen.
00:06:42: Und so ganz nebenbei lernt man wirklich noch ganz interessante Sachen.
00:06:45: Und zwar aber alle Aspekte, die Geschichte was denn angebaut wird, was es dann bedeutet über die Tiere und Natur in den Streubswiesen.
00:06:54: Genau, darauf müsst ihr natürlich kommen.
00:06:56: Du bist ja auch sehr engagiert im NABU und das greift stark ineinander über.
00:07:02: wieso sollen die Streuobstwiesen erhalten bleiben?
00:07:06: Für was brauchen wir denn
00:07:08: hier?
00:07:09: Wir hatten neunzehnhundertzweiundachtzig tausend Bäume.
00:07:16: Gerade mal auch noch, also über die Hälfte verloren.
00:07:20: Warten!
00:07:21: Durch was sind sie verloren gegangen?
00:07:22: Wir bauen Straßen und Siedlungen, wir bauen Industriegebiete... Und das ist ein Teil.
00:07:30: Aber das größte Problem ist die Nutzungsaufgabe.
00:07:35: Die Leute haben keine Zeit mehr, keine Lust mehr, werden älter Schaffensnehmer.
00:07:40: Wir verlieren die einfach.
00:07:42: Ist ja nicht nur so, dass die Streubswiesen superdicht und alles ist voll mit diesen Streubsbäumen.
00:07:47: Und man sieht genau da hat sich jetzt eine Siedlung eingefressen.
00:07:50: Auch mitten in den Streubs Wiesn gibt es einfach große Lücken wo halt irgendjemand sagt ich kann das nimmer.
00:07:56: Der muss ja nicht gerade die Bäume absägen aber pflanzt sie vielleicht immer nach.
00:07:59: Das heißt wer passt darauf auf?
00:08:02: Gibt's da so eine Schutzpolizei?
00:08:04: Wie sagt die Bäime müssen da stehen bleiben oder...
00:08:07: Ein Formal ist es glaube ich so man muss Bäume wieder nachpflanzen.
00:08:11: Nur wer schickt jetzt die Polizei auf dem Hals?
00:08:15: Das sagt, also nee sorry ich kann diesen Baum nicht mehr erhalten.
00:08:18: Diese Zahlen sind ja schon dramatisch!
00:08:20: Also wir haben die Hälfte der Bäume verloren in den letzten vierzig Jahren und es ist traurigerweise nicht so dass man sagen kann das hat sich jetzt irgendwo eingependelt.
00:08:28: Nee, das geht als weiter.
00:08:29: Wir verlieren jedes Jahr in Herrnberg tausend Bäume.
00:08:33: So viele Neubaugebiete haben wir nicht.
00:08:36: Was interessantes.
00:08:37: Streuobst ist in Deutschland nationales, immaterielles Kulturerbe.
00:08:43: Und zwar interessanterweise nicht die Bäume sondern die Leute.
00:08:46: Weil die Bäumen sind nur da weil es Leute gibt, die pflanzen und pflegen und ernten was auch immer.
00:08:54: Das heißt die Produzenten wir werden ja auch einen besuchen gehen?
00:08:57: Die gehören zum Kultuerbe?
00:08:59: Eigentlich nur die noch nicht mal nur diese praktische Kultur.
00:09:02: ich muss in Baumpflanzen und schneiden und wernten... Ne!
00:09:05: Ich feiere das auch Kürschblüten, Kaffee und einen Kürchblüdenlauf.
00:09:10: Und ein Erntefest und eine Moschtprämierung ist alles Teil dieser Streuobskultur.
00:09:15: Und die ist interessanterweise oder eigentlich bezeichnender Weise dieses nationale Erbe nicht die Bäume.
00:09:22: Das passt auch wird auch ein Schuh draus.
00:09:24: nur wenn wir diese Kultur erhalten erhalten auch die Bäime.
00:09:27: also wenn man nur beklagt oder verbietet jetzt muss man die Bäumen davon immer absägen aber die ganzen Menschen dahinter sind halt weg dann klappt es nicht.
00:09:37: Es ist gefragt ja, warum müsste man denn diese Streubswiesen halten?
00:09:41: Da gibt es wirklich ganz unterschiedliche Motive oder Motivationen.
00:09:43: Artenschutz und Klimawandel und was für sich was anderes.
00:09:46: Und natürlich auch einfach wir kriegen da tolles Obst.
00:09:49: Besonders Obst!
00:09:50: Wir produzieren also wir Bewirtschafter, zähle ich mich mal dazu schon relativ viel und das landet tatsächlich dann schon im Saft... ...und dem Schnaps.
00:09:59: Den Mosch.
00:10:02: Sind die per se bio?
00:10:06: Aber nicht notwendigerweise.
00:10:08: Wahrscheinlich jedes Thema vielfältig und kompliziert, aber mein Eindruck ist halt, dass es bei Streuhofs wirklich besonders vielfällig und kompliziert ist.
00:10:16: Der Zughör ist wer eigentlich der Bewirtschafter?
00:10:19: Also wenn man so ein bisschen die Öffentlichkeit hört also das Land und Kreis und so weiter... Da hat man so einen Eindruck wir schützen die Streubstwiesen wenn es sich lohnt.
00:10:28: Das muss sich lohnen!
00:10:29: Wir müssen dafür sorgen, dass die Leute was kriegt.
00:10:32: Dann werden wir ein tolles Beispiel kennen, die Familie Knoppel.
00:10:35: Die mit großem Aufwand, das Obst veredelt weiterverarbeitet.
00:10:39: Dann fahren wir doch jetzt am besten zusammen nach Kai und hören von Helene und Christoph Knoppl wie das mit dem Veredeln so funktioniert?
00:10:53: Wo sitzen wir denn hier gerade?
00:10:55: Wir sind in der Brennerei.
00:10:57: Wir haben im Jahr zwanzig achtzehn neu gebaut nach der Übernahme von meinem Vater.
00:11:02: Da hat man den Betrieb an mich übergeben.
00:11:04: Ein Mich-formel übergeben, aber ohne meine Frau könnte ich mir das nicht in dem Stile umsetzen wie wir es gerade hier machen.
00:11:09: Allein ist man vielleicht stark, aber gemeinsam ist man unschlagbar?
00:11:12: Genau!
00:11:15: Zuerst wollte man sich ganz einfach sparteinisch in der Garage weiterführen.
00:11:20: Hauptsache geht weiter.
00:11:21: weil es quasi eine Erbsache sage ich mal, ich kann's nachher noch ein bisschen erklären.
00:11:27: Hier können wir Gruppen mit bis zu vierzehn Leuten quasi verköstigen und auch dann beim Schaubrennen erkläre ich, was da so bei dem Destillieren passiert.
00:11:37: Wie ist der Alkohol entstanden?
00:11:38: Wie kommt er wieder raus?
00:11:40: Und das ist ein bisschen so mein Part.
00:11:41: Fürs Leiblich Wohl ist dann Tilene und auch unsere Kinder dafür verantwortlich die uns allem unterstützen.
00:11:47: Wir haben zwei Mädels.
00:11:48: Die Großtochter war zwanzigzwundzwanzig bis zwanziq vier zwanzik Streusprinzessinnen vom Landkreis Böblinger.
00:11:55: Also die Prennerei haben wir, wie gesagt, im Jahr den übernommen.
00:11:58: Mein Vater hat sie in dem Jahr zweiundneinzig-vierundneinsig gegründet.
00:12:01: Eigentlich aus der Not heraus.
00:12:03: Anfang der Neunzigerjahre war ein Rekordjahr an der Trätschgren-Ernte.
00:12:08: Der Handel hat keine Frischware mehr aufgenommen weil Herrenberg ist ein Späteinbaugebiet.
00:12:13: das heißt die Früchte aus Herrenberg kommen später auf der Markt als vom Boot oder von der Pfalze und wenn dann Herrenberg auf der Mark kommt sind die Kühler schon halt voll.
00:12:22: Das war auch in dem einen Jahr so und da waren halt in wirklich sechs Wochen die Zwetschgeräte angesagt, aber die Zwitschgerät sind am Baum quasi kaputt gegangen weil der Handel keine Gnummer hat.
00:12:30: Mein Vater ging es Lichtle auf, weil mein Opa hatte vor der Brennerie früher eine Brenneree.
00:12:36: Dann könnte man so mal Rekordjahr alles hängen lassen... ...die Zwetschgen-Eilmeische brennen und dann in Alkohol verkaufen.
00:12:44: Dass die Obstwiese erhalte bleibt, weil sie fahre damals auch die Erbübergänge von meiner Oma aus meiner Tende zu meinem Vater.
00:12:51: Das heißt, wir haben uns entschieden die Wiese Weider zu betreiben nach deren ihren Tod.
00:12:55: Aber so quasi nicht weil der Händel halt einfach schwierig war.
00:12:59: Das heißt es wurde aus der Not eine Veredelung?
00:13:02: Genau mein Vater war schon immer auf die Qualität sehr stark aus.
00:13:07: auch wir leben das ganze so weiter während des Motto Wir meischen nur die Früchte ein, die wir auch essen würden.
00:13:13: Reif, gesund, gewaschen!
00:13:15: Keine Wurme und keine Vollige.
00:13:16: Das haben wir quasi von meinem Vater bisschen vererbt und weiter geführt.
00:13:21: Du hast es ja sowieso geerbt?
00:13:23: Auch die Liebe zu den Streuobstwiesen oder?
00:13:25: Ja Aber du hast doch erlebt dass das eine unglaublich arbeitsintensive Arbeit ist Und trotzdem hast du das vor Ort gesetzt.
00:13:35: War da die Liebe stärker als der Schaffer?
00:13:37: Man braucht eine Ausgleiche.
00:13:39: Andere gehen im Motorrad fahren, Golfspiel oder Marathon laufen... Ich mache halt so einen Blödsinn, sage ich immer!
00:13:44: Ganz ganz früh hatte mir eine Obstwiese.
00:13:46: Der Rest hat meine Oma und meine Tende und war alles in den Händen noch.
00:13:50: Das heißt wieviel habt ihr jetzt?
00:13:51: Bäume haben wir ca.
00:13:52: vierhundert.
00:13:53: Obst Wiesen haben wir.
00:13:55: wenn ich die paar Zellen zähle sind es so sechzehn.
00:13:58: Und Ihr habt Streuobst.
00:13:59: Türschel, Zwetschgehe, Mirabelle, Quitten Verschiedene Billensorten, Äpfel ganz klar.
00:14:07: Das wir bauen ist nur noch für uns eigentlich das Obst an, dass man es in der Flasche veredeln kann.
00:14:12: Klar, verkaufen wir auch Kirschen als Tafelware.
00:14:15: Zwetschgenarztafeln waren nur noch privat.
00:14:16: Aber
00:14:17: ihr habt gerade auch Apfelsaft ausgeschenkt?
00:14:20: Das habt ihr macht ihr auch!
00:14:21: Ja ich sage mir so das muss man ein bisschen machen.
00:14:24: als Streuobstbetrieb sag' ich mal
00:14:27: Wie bezieht man bei euch die Leckereien, die veredelt werden?
00:14:30: Entweder so die Webseite oder direkt bei uns in der Brennerei haben wir unseren Verkaufsbereich eingerichtet.
00:14:37: Oder auf diversen Nackten, wie zum Beispiel Erntefest in Herrenberg im September immer... ...oder am Frühjahr Herrenberg blüht!
00:14:43: Oder Weihnachtsmärkte und andere diverse Bauermarkte im Landkreis.
00:14:48: Gibt es
00:14:48: bei euch so was wie die Bestsellerfrucht?
00:14:50: Oder irgendwas wo die Leute sagen das ist DIE Frucht aus Herrenberg?
00:14:54: Ist jetzt schwer zu sagen.
00:14:56: Frischwache ist klar, die Kirsche steht im Sagen als Spezellaverkei.
00:15:00: Warum sind am Südhang die Kirsche?
00:15:02: Die Kirsche sind ja von der Blüte her relativ früh.
00:15:06: Da haben wir noch eine Froscht gefahren, die kalte Nächte oder die Kahl dürft trotzdem da drunter.
00:15:10: Das heißt, die Kirschen sind somit nicht mehr ganz so groß dem Frosch ausgesetzt.
00:15:15: Deswegen haben und die Vorfahren damals schon die Kirschbäume an den Hand gepflanzt.
00:15:20: Wie hatten sich das eigentlich im Laufe der Zeit verändert, diese Kirschan-Verwendung... Viele
00:15:23: Kirser kunden mit viele kleine Mengen!
00:15:25: Die heutige
00:15:26: Frauen ... Die kocht nicht mehr ein in Gläser oder die tun auch nicht mehr Eifriere.
00:15:32: Also das ist halt
00:15:33: einfach... Man kann jetzt ganz ja alles kaufen, aber Leute von wirklich weit her kommen.
00:15:38: Das muss man sich wirklich mal sich wundern, dass die Leute zum Teil da herfahren werden.
00:15:42: Wir haben jetzt weitere Kilo Kirscher.
00:15:44: Also Hut ab, verdienen, dies mache ich!
00:15:45: Ich finde es gut.
00:15:47: Nach der Veredelung ist eigentlich die Palme Sperne.
00:15:50: Das ist eine typische Birnensorte, die vor den Streu aufspießen steht.
00:15:54: Die sind auch Bäume mit einem Stammdurchmesser, da kann man also nicht drum herumfassen.
00:15:58: so dick und sind aus dem typischen Landschaftsprägen die Bäume unsere typische Brünnsorte.
00:16:03: Wir versuchen auch immer, den klassischen Wilhelmskrisch-Drinker auf die regionales Harte zu kriegen.
00:16:10: Manche sind landbereit, manche halt nicht.
00:16:13: Oder
00:16:13: trinkt bereit?
00:16:14: Ja genau!
00:16:15: Das ist der richtige Ausdruck.
00:16:17: Wir wollen auch immer ein Stück weit regional Zeit mit in der Flasche verkaufen.
00:16:21: Nicht doden Alkohol sondern das Regionale.
00:16:23: Sagen
00:16:24: wir mal so eine breite Tradition gerade in beiden Orten Menschberg und Keil.
00:16:26: Genau.
00:16:28: Wir machen ja nicht nur Schnaps draus, wir machen ja auch Seko also nicht nur schnapps.
00:16:32: ich habe ja gelernt jetzt durch das Gespräch mit Thomas dass ihr Im materielles Kulturerbe seid.
00:16:39: Wo sind
00:16:39: eure Kröntchen?
00:16:43: Also sprich von der Brennerei, oder?
00:16:45: Streuobst-Anbau
00:16:46: ist in Deutschland ein nationales imaterielles Kulturherbe.
00:16:49: Dann pflege mir zwei!
00:16:51: Weil das Brenner ist auch mittlerweile ein Kultuerbe geworden.
00:16:54: Würde es den Bäumen besser gehen wenn die Bäume Kulturerbe wären?
00:16:59: Das wird nicht reichen.
00:17:00: Also man kann schwimmen und nur sagen, da haben wir die schönen Bäume und die Leute dahinter fehlen.
00:17:04: Aber ich frage mich was kann man denn noch machen?
00:17:06: Es ist ja kein Parasitenbefall den die Bäume dahin raffen lässt.
00:17:11: Ihr stellt euch gar nicht die Frage bei euch läuft sehr weiter.
00:17:14: Ja weil wir haben ja den Absparbetrieb so umgestellt dass wir von Eigenbedarf produzieren sprich für die Brennerei und ein bisschen Direktvermarktung.
00:17:23: aber ich denke das Hauptproblem ist einfach der zwei Faktoren.
00:17:27: Die Bäume sind in einem gewissen Alter Die sterben einfach ab.
00:17:30: Wie lange lebt so
00:17:32: ein Baum?
00:17:32: Denenbaum, diese Paimspurne, die hat schon mal die Hundertvierzig Jahre auf dem Buckel.
00:17:36: Die Äpfelbäume, also hundert werden sie auch mal vielleicht nicht ganz zwetschglöser, siebzig-achtzig.
00:17:42: Da sind wir jetzt mit einem Zeltfenster angekommen wo die Bäume das Alter haben.
00:17:45: Bäume sterbet.
00:17:46: aber des Nachpflanzen ist halt schwer zu vermitteln und motivieren.
00:17:51: Auch bei meiner Vorfahren-Generation, die haben auch das Polinkabel sterbende Bäume behaupt ich einfach mal und der mal nachgepflanzt.
00:17:57: Die war motiviert.
00:17:59: da waren die Zwetschgenoch was wert.
00:18:01: heute ist Obstleider nicht mehr viel Wert.
00:18:03: Was halt auch das Ganze ein bisschen erschwert.
00:18:06: wir waren schon Dienstag vor Ort.
00:18:08: Dirk Thomas diese ganze Gras thematik mit der Graßbewirtschaftung macht das Ganze nicht einfacher.
00:18:15: Ich sage jetzt mal provokativ, leider Auflage wenn man die Wiese zu mähen hat.
00:18:19: Also wir sollen die Wiesse maximal zweimal mähen das erste Mal nach dem Blühen und dann das Gras in langer Form abführen.
00:18:28: Kai hat starke Topologien also Handelage und wie soll man da jetzt des Gras runterrechen oder dann wegfahren zum Wirtschafthof in den Landgraskontäner?
00:18:37: Diese Auflagen sind quasi präsent.
00:18:39: Das ist
00:18:39: ein ganz eigenartiger Kreislauf oder so eine Ursache Wirkung.
00:18:45: Ganz besonders wertvolle Gebiet, weil halt eure nicht unsere so neue Vorfahren haben die Wiesen gepflegt.
00:18:51: Die hat ein paar Tiere im Stall, haben das Gras gebraucht und haben es tatsächlich nur zwei-drei Mal im Jahr gemäht.
00:18:57: Da sind diese Glühwiesen entstanden.
00:18:59: Dieser Bedarf wird weniger oder fällt ganz weg, dass man dieses Gras braucht.
00:19:03: Das ist sozusagen buchstäblich im Weg.
00:19:05: Aber wir als Gesellschaft möchten halt die Glüh wiesen erhalten und deswegen sagen wir lieber Bewirtschafter Es wäre doch klasse, wenn du nach wie vor so tust als ob du die Kuh im Stall hast und zwei, drei Mal ein Jahr noch das Grasmäßig.
00:19:17: Im Schwarzwald jetzt mit dem Nationalpark geht es so, dass man halt einfach sagt wir nehmen eine bestimmte Fläche und tun da einfach nichts mehr dann würden die Streubswiesen kaputt gehen.
00:19:25: Wir haben die Streutswiesen nur weil's Leute gibt, die darin arbeiten Und wir halten die Streupswiesen Nur indem wir sie halt nutzen.
00:19:32: Kannst du vielleicht noch mal erzählen über diese, sagen wir, Boomzeit vom Zwetschgenanbau?
00:19:38: Ja.
00:19:38: Du hast
00:19:38: erzählt wie es runterging aber wie ging's los?
00:19:40: oder was war die goldenen Zeiten?
00:19:43: Die goldene Zeit, das waren... Müsste
00:19:45: man deinen Vater holen wahrscheinlich, oder?
00:19:46: Genau!
00:19:47: Achtziger Jahre.
00:19:48: Da war halt schon die Zwetsche viel wert muss man so sagen.
00:19:51: da hat man ja wirklich sechs Wochen lang eine Zwetscherernte gehabt.
00:19:55: Herberg war ein Anbaugebiet von drei bis viertausend Tonnen pro Jahr.
00:19:58: Es war damals, glaube ich, das drittgrößte Burger mit seiner Zeit.
00:20:01: Bevor der Bodensee die Umgang gestiegen ist, haben wir das erst im Laufe von Zeit gemacht mit neueren Sorten.
00:20:06: Wir haben mal von den Böden her, da sind wir ein wenig benachteiligt und da waren halt die Hausfetsche, die hat sich auch ganz gut wohlgefühlt drauf.
00:20:14: Die waren zwar nicht so groß aber die waren halt haltbar.
00:20:18: Das Fruchtsfleisch goldgelb, gut zum Backen, gut zu einlagern also... eigentlich von der Verarbeitung her sehr gute Zwetschge.
00:20:26: Ganz großen Nachteil ist das Schalke-Empfindlichkeit, es ist ein Virus.
00:20:30: also das heißt du könntest ja dagegen nicht spritzen.
00:20:32: wenn der Virus den barben Fall hat dann hilft nur die Motorsäge.
00:20:36: Jetzt
00:20:36: gibt's jetzt die Herrenberger zwetschige und?
00:20:38: Herrenberger und Gweygold.
00:20:40: Wir sind zwei Herrenberger Sorten Und der Handel hat sich einfach verändert.
00:20:44: Ab diesem Jahr kann man in Kreis Herrenberg keine Tafelware mehr aufs Großmarkt abliefern.
00:20:50: Der letzte Großhändler hat Und jetzt ist das ja quasi hergesagt.
00:20:53: Das war's letztendlich mal für ihn.
00:20:54: Es wird also immer schwieriger, die Zwetschgericht zu vermarkten außer halt privat oder selber auf der Großmarkt fahren wäre da motiviertisch.
00:21:01: Ich könnte es machen alles gut?
00:21:02: Genau!
00:21:03: Wie waren das eigentlich noch früher?
00:21:04: Meine Einnahme ist dass es halt tatsächlich viel Eigenbedarf und Eigennutzen war vom Obst und zum Teil Verkauf aber nicht in erster Linie.
00:21:13: Wo haben wir verkaufen, hoffen und verdienen so Goldene Nase?
00:21:15: Es war all das, dass die Industrie damals nicht so stark war wie heute.
00:21:20: Und heut verdient uns das Geld halt woanders... ...und nicht ganz so anstrengend!
00:21:24: Das führt halt dazu, dass man dann doch lieber ins Wittesstudio geht im Abend nach der Arbeit, wie dass man noch ein bisschen Bäume schneidet im Winter.
00:21:31: Wie seht ihr die Zukunft der Streuobstwiesen?
00:21:35: Schwierig.
00:21:36: Nicht nur Motivation von der nächsten Generation sondern auch die Auflagen, wie wir es schon besprochen haben Die machen das ganze Konstrukt nicht einfacher.
00:21:44: Irgendwo motivieren unter Bäume zu Bewirtschaften mit Auflagen, die bringen da nichts.
00:21:50: Wir kriegen ja vor die Baumpflege... Ja es gibt jetzt das dritte Mal eine Förderperiode.
00:21:54: der Betrag ist halt überschaubar.
00:21:56: also wenn man's mal zur Mindestlohn umrechnet dann ist es kein mindestlohnen.
00:22:00: Und trotzdem macht ihr weiter?
00:22:03: Ein Ausgleich und ein bisschen auch eine Tradition.
00:22:06: Tradition glaube ich nicht nur für euch sondern für die Leute hier in der Gegend.
00:22:10: ein großer Faktor was wir in der Natur tun, aber es hat halt seine Grenzen.
00:22:14: Das macht man dann mit zehn-fünfzehn Bäumen auch nicht mit hundert.
00:22:17: Genau!
00:22:18: Man kriegt
00:22:18: auch ganz viel von unserer Kundschaft zurück.
00:22:21: Wie toll das ist und wenn man ja schon gehört hat wie viele Kilometer die da herfahren gute Verbindungen sind im Ausflug oder so... Aber das motiviert uns dann noch mehr weiter zu
00:22:32: machen.
00:22:33: Was mich auch momentan jetzt ein paar Jahre merkt dass der Verbraucher des Regionale wieder schätzt Honoriert, indem man den höheren Preis bezahlt.
00:22:43: Dann muss man gerade auf der Welle mitschimmen!
00:22:45: Was
00:22:45: eure Familie oder was ihr hier aufrecht erhaltet?
00:22:48: Also wir können euch ja alle dankbar sein dass wir nach wie vor so viele Blühen sehen und uns erfreuen an den Früchten.
00:22:55: also damit erhaltete ihr für uns alle die wir durch Sky fahren und sagen das ist einer der schönsten Flecken die ich kenne da seid ihr schuld dran.
00:23:10: Auf der Grafe Bergoga werden wir sehen, wie viele Leute da immer Pilgern rücken.
00:23:16: Das ist echt toll!
00:23:19: Deswegen die Bäume wird es irgendwann nicht mehr geben?
00:23:22: Ich kann mir das nicht vorstellen.
00:23:23: Vielleicht eben in sehr dezimierter Zahl aber solange...
00:23:26: Das Landschaftsbild hat sich verändert in den letzten fünfzehn Jahren finde ich ganz krass.
00:23:32: Es wird sich weiterhin verändern Aber es wird nicht ganz sterben, das glaube ich auch nicht.
00:23:38: Wir haben ja schon mehrmals so ein Tausend Bäumeprojekt gestartet, wo wir quasi Bäume verschenkt haben zum Pflanzen.
00:23:45: Anfangs sind die alle top gepflegt und wenn sie in einer gewissen Größe sind lässt die Liebe zur Pflege nach, weil es einfach Arbeit wird.
00:23:53: Kann man nicht vom Tisch diskutieren?
00:23:55: Es ist einfach so!
00:23:56: Aber ich sehe das als ausgelöscht.
00:23:58: Ich habe mir noch die Idee entwickelt, dass wir mal einen Jahrespraktikum machen, wo im Jahresverlauf wirklich die ganzen Arbeitsschritte zeigen, also das ist nett getan, Den Baum pflanzt und dann stehen da drunter die Back-in-Box, aber ganz automatischer.
00:24:11: Schön wär das Erzichtungsaufgabe!
00:24:13: Genau,
00:24:13: ja.
00:24:14: Nicht so dass man halt merkt ich muss es den Baum schneiden, ich muss das Gras mähen, ich musste einen großen Baum schneiten, ich muß dieses Schnitt gut abführen.
00:24:20: Ich muß das Zeug ernten, ich musst es irgendwo hinbringen zum Verarbeiten
00:24:24: usw.,
00:24:24: und dass wir das ganze Programm mal zeigen, wenn sich dafür jemand interessiert, junge Familien, die das vielleicht noch gar nicht so kennen.
00:24:31: Das ist auch für die dieses Neospaktikum anbieten.
00:24:34: Ja, mit Sicherheit.
00:24:35: Man muss mal das probieren ob es funktioniert weil man das jetzt probiert kann und das auch nicht die Urteil nachher.
00:24:40: Also mit Sicherheit eine gute Idee um den Erhalt vielleicht zu forcieren oder zu animieren dass die Leute wieder motiviert sind Auch die wo sie nicht geerbt haben Weil die kennen ja das Spiel Und die sind zwar eigentlich die wo ihr sagt ne das ist nur Arbeit da hab ich keiner Lust davon Die wollen zuerst zurückzumachen.
00:24:59: Also die noch gar nicht diesen Ausgleichswert kennen?
00:25:02: Wie lange, wenn ich einen neuen Baum Pflanze brauchte bis er mir wieder Früchte
00:25:06: trägt?
00:25:06: Ich pflanz extrem wenig Hochstandbäume nach, weil der Hochstand braucht mindestens acht Jahre.
00:25:12: Es gibt Drehkategorien von Bäumen, Spindelbäumen, Plantagenbäime vom Bodensee bekannt oder aus der Pfalz.
00:25:19: Dann gibt es die Halbstandbäme, das ist der erste Erschkrone bei R.A.S.
00:25:24: und der Hochstamm beginnt bei den Sechsten.
00:25:26: Aber der Halbstamm ist für mich der optimale Kompromiss.
00:25:30: Es ist ein Baum, der Spindel ist manchmal nur noch einen Spritz wo er einfach nur blüht ohne Baumstruktur.
00:25:35: Der Halbstamm ist doch noch eine Baumstruktur vorhanden Und ich kann halt den Baum größer wachsen lassen.
00:25:42: Dass es mir eine Krone gibt die sagt okay das ist vier Meter fünftig hoch Das geht noch Weil der Hoch Stamm wird dann noch höher Und das macht's auch gefährlich um B zeitaufendig.
00:25:52: Und da erntest du früher als nach acht Jahren?
00:25:55: Ja, das sind nach vier, fünf Jahren sind die immer dran.
00:25:58: Trotzdem,
00:25:58: das ist alles Zeit abzustellen...
00:26:01: Genau wie ein anderer Landwirt, der sagt nächstes Jahr sehe ich was anderes.
00:26:05: Was das wert sein müsste!
00:26:08: Das heißt, dass es nicht euer Hauptberuf...
00:26:10: Nein, nein, das läuft alles nur im Nebenbewerb.
00:26:13: Also
00:26:14: unser Hobby.
00:26:16: Aber welchen Aufwand treibt ihr denn bei dem Streubstag?
00:26:19: Das
00:26:19: ist der alle zwei Jahre größte Event, wo wir haben.
00:26:21: Da haben wir vierzig Elfen im Hintergrund.
00:26:23: Am eigentlichen Fest haben wir den Hof bewertet.
00:26:26: Es gibt was zum Essen und was zum Trinken, mehrere Gerichte...
00:26:29: Wann ist das nächste Mal, dann
00:26:30: kommt es nicht mehr.
00:26:31: Das ist
00:26:32: immer am Toten Oktober.
00:26:33: Leckeres Suppe gibts aber euch!
00:26:34: Körbiskremsuppe Da pflanzt sich selber grüßig an.
00:26:38: Wir kommen alle!
00:26:40: Das ist der geschmackte Heimat.
00:26:43: Und ich tu deinen Schaubrinne.
00:26:44: Wunderbar, das heißt wir können direkt mit euch sprechen?
00:26:47: Es ist auch wichtig weil der Verbraucher möchte den Kontakt zum Erzeuger haben.
00:26:51: Das merkt man auch.
00:26:55: Die Heimattage sind ja auch und da hoffe ich mir schon dass man dann ein bisschen die Werbetrommel vernachhaltige... Kontakte rühren können.
00:27:02: Ist
00:27:03: ja dann also wirklich sträflich, wenn die Veranstaltungen dann halt irgendwas ausgeschenkt würden?
00:27:07: Ich hoffe dass das auch in dem Gremium so ist, dass man dann eben kein Apfelsaft von irgendwo her ausgeschänkt aus Konzentrat von China.
00:27:15: Das wäre natürlich ein bisschen am Thema vorbei.
00:27:18: es gäbe keine bessere Werbung wie im Event.
00:27:20: Also das ganze Jahr wird dann eben so sein wird, dass das mit regionalen Produkten gespickt sein wird
00:27:27: Muss man nutzen,
00:27:28: ja.
00:27:28: Wir nutzen alle die Liebe zu den Streuen.
00:27:31: Herzlichen Dank dass ihr euch darum kümmert und herzlichen Dank das ihr bei dieser Folge mitgesprochen.
00:27:38: Das ist ganz wunderbar!
00:27:39: Hast nicht so viel versprochen.
00:27:41: Danke.
00:27:41: Aber
00:27:48: es gibt eben nicht nur solche Leute wie in der Familie Knoppel und es gibt da ganz viele zum Teil auch noch relativ junge Leute, die mit dem Orobs halt ganz tolle Sachen machen also... Ein Mayer macht einen Birno.
00:28:03: Auch was ganz Leckeres, das ist nicht der typische Bewirtschaftler also ich bin es wahrscheinlich das andere Ende.
00:28:08: Ich bin froh wenn ich so viel Obst ernten kann dass sich halt ein bisschen was für mich selber und für meine Kinder und Für den einen Nachbarn noch ab und es gibt alles dazwischen.
00:28:17: Und eine wichtige Sache ist tatsächlich dass das Obst was man jetzt selber essen kann Was man aber nicht auchwendig zu irgendeinem Secco macht Dass das einem halt jemand abnimmt und sind dann die Safthersteller.
00:28:29: Davon kann man unmöglich leben.
00:28:30: Der Stundenlohn ist wahrscheinlich weit unter dem Mindestlohn, den er dafür kriegt.
00:28:36: Du kannst sowieso keinen Stundenlohnen rechnen, weil du das komplette Jahr über dich um die Bäume kümmern musst?
00:28:42: Genau, es geht nicht ... Ist aber in Ordnung!
00:28:44: Wenn einer gerne malt oder gerne Podcasts aufnimmt, dann verlangt der auch nicht einen Stundenlohr.
00:28:51: Das hat gesagt, dass verschwinden immer mehr Bäume.
00:28:53: Wie ist es denn dadurch mit der Artenvielfalt?
00:28:57: Wenn ich jetzt so hinter dich schaue, stehen die Wiesen
00:28:59: hoch und
00:29:00: alles summt.
00:29:01: Und die Vögel zwitschern.
00:29:03: hier wirkt das so als wäre alles in Ordnung?
00:29:07: Auch das ist nicht zu einfach.
00:29:09: Sagen wir das mit dem Sträufsanbau.
00:29:10: Das wäre ja nicht die einzige alte Kultur, die verloren geht.
00:29:14: Zum Beispiel das ganze Amater her war mal eine riesige Produktionsstätte für Hopfen.
00:29:18: Riesige Hopfenfelder.
00:29:20: Da hatten wir Gastarbeiter aus der Schweiz, die geholfen haben, Hopfen zu ernten.
00:29:25: Ist ja komplett weg!
00:29:26: Man kann wahrscheinlich noch ganz viele andere Berufe aufzählen, die sind weg und die will jetzt auch keiner mehr machen.
00:29:30: Aber ich sag bei der Streubskultur ist es was anderes.
00:29:33: Dann würde ich nicht einfach schulterzuckend hergehen und sagen ja gut das ist halt irgendwann vorbei.
00:29:38: Nein!
00:29:40: Das wäre wirklich ein Jammer wenn diese Kultur verschwinden würde.
00:29:43: Wenn ich nicht auf der Straße... Was mache denn deine Zwetschger?
00:29:48: Ich bin dir da froh, dass er das schadet.
00:29:51: Aber inzwischen haben wir auch andere neue Nutzen Im Thema Artenvielfalt tatsächlich.
00:29:56: Wir haben ein riesiges Problem mit dem Artensterben, diese wirklich kleinteilige Landwirtschaft verschwindet.
00:30:02: Es wird intensiver die Felder werden sauber ausgeräumt und diese Streubstwiesen sind tatsächlich noch eine Oase der Arten-Vielfald.
00:30:10: Und ganz wichtig eben halt nicht nur da einen kleinen Nisthilfe, da ein paar Nistkästen an einer Hausfassade, dann ein Tümpel im Garten.
00:30:19: Das ist so großflächig und das ist super wichtig dass wir groß flächige Biotope haben Und diese Ströpfswiesen sind tatsächlich wissenschaftlich belegt.
00:30:27: Ja, ein Hort der Abendvielfalt und da gibt es hier einen Profi, der in seiner Freizeit hier Vögel zählt.
00:30:34: Herr Dr.
00:30:34: Fowinkel aus Gühlstein hat eine wissenschaftliche Veröffentlichung gemacht und er kann zeigen dass wir hier in den Ströpswiesen einerseits eine besonders große Vogelfielfald haben und eine besonders grosse Vogeltichte.
00:30:49: Ich habe ja auch von Tierennamen gehört, die hatte ich vorher nicht gehört.
00:30:52: Also der Halsband-Schnepper.
00:30:54: Ein typischer Streuobstvogel ist der Grünspecht.
00:30:58: Der einzige Specht, der vielleicht nicht weiß, dass man am Baumstamm sitzen sollte, der mag auf dem Boden sitzen und armeisen picken.
00:31:05: Deswegen ist der grünen Specht auch auf diesen Leertafeln, die wird auf den Streuabsterlebenswegen aufgehängt haben, das Symbolbild für die Information für Kinder der GrünenSpecht.
00:31:16: Und der mag einfach nicht hohes Gras, sondern immer kurzes Gras.
00:31:20: Die alten Bäume, die vielleicht in den nächsten zehn Jahren umfallen, die gefallen wieder den Höhlenbrüdern weil da überall Löcher drin sind.
00:31:26: So ist es auch wieder als wenn ein Baum kaputt geht.
00:31:28: das gefällt auch wieder Piezen, Schnecken und Käfern.
00:31:31: Das klingt nach Lebendigem und nicht geplant im Leben?
00:31:34: Genau!
00:31:34: Aber das ist doch so eigentlich normal oder vielleicht nicht mehr normal.
00:31:38: aber natürlich
00:31:40: Wenn ich jetzt die Sendung höre und sage, ach das klingt ja so interessant.
00:31:43: Kann ich mich engagieren?
00:31:44: Ja wir haben ja einerseits die Produzenten sowie die Familie Knoppel und ganz viele andere denen man wirklich am besten hilft in dem er hingeht und halt ihre Produkte kauft und sie wertschätzt dadurch dass mal ihre Arbeit belohnt.
00:31:57: und es gibt halt auf der anderen Seite Leute die eben nichts verkaufen die aber tatsächlich praktische Hilfe bräuchten.
00:32:02: Also ich brauche halt zum Teil gut, wenn ich Anhänger hätte, aber ich habe gar keine Garage oder noch nicht mal ein Haus wo ich irgend so einen Anhänger unterbringen würde.
00:32:10: Ich bräucht eine große Leider, aber wo soll ich die hin tun?
00:32:13: Oder ist es ein richtig schwerer Rasenmäher, weil ich nicht schlecht dieses große Gras zu mähen, aber wovon soll ich den jetzt wieder hinstellen?
00:32:18: Deswegen haben wir einmal ne Umfrage gemacht in Herrn Berg Wie kann man euch helfen, euch bewirtschaftern?
00:32:24: Es war interessant, wie viel Feedback da kam.
00:32:26: Also es war wirklich ein Zeichen dafür, wie groß das Interesse ist und es fing an tatsächlich mit... Es wäre doch schön wenn die Stadt Herrenberg wieder Bäume verschicken würde.
00:32:35: Wenn man die Bäume schon pflanzen, wir haben jetzt mit der Trockenheit-Probleme.
00:32:38: Wäre doch schön, wenn wir irgendwie Unterstützung mit dem Wassertransport hätten.
00:32:42: oder es wäre doch gut, wenn uns jemand noch bisschen helfen könnten, also genau wissen wir das nicht mit dem Baumsschnitt Und jetzt mit diesem Gras wegbringen, wie machen wir denn das?
00:32:49: Kann es da jemand helfen?
00:32:51: Kannst jemand vielleicht beim Baum schneiden helfen?
00:32:53: Weil das ist auch schwer, diese großen Bäume.
00:32:55: Und dann ist es nicht gut wegbringen.
00:32:56: Wie machen wir denn das ohne Anhänger?
00:32:58: Kannst du da jemanden
00:32:58: helfen?".
00:32:59: Also ganz viele Vorschläge für wirklich praktische Hilfe eher für so kleine Bewirtschafter.
00:33:05: Da können wir als Gesellschaft, als Verein, als Stadt noch sehr viel tun um den Kleinen zu helfen.
00:33:10: Und wohin wende ich mich dann wenn ich sage Ich bin gerne so ein Helfer?
00:33:16: Natürlich an die Vereine, die solche Sachen durchführen Und die Stadt Herrenberg wird hoffentlich dieses Jahr schon eine Graschnittaktion machen, das mal zur Graschneit abgeben kann.
00:33:27: Der Landkreis hat vor Projekt mit uns zusammen wieder ein Baum-Schnitt abvor organisieren.
00:33:33: als den nächsten Winter wollen wir es angehen und da kann man sich dann bei den Vereinen melden und gucken ob sie da vielleicht dabei sind oder tatsächlich danach fragen lieber Herr Bürgermeister was macht denn die Stadt für die Streubswiesen?
00:33:48: Das Thema hochhalten und sich dafür interessieren, die Wertschätzung zeigen.
00:33:52: Was ist wirklich Arbeit?
00:33:53: Und dass man das schon wertschätzt und vielleicht wo es geht sogar unterstützt.
00:33:57: Es gibt doch hier Leute, die sagen, oh, das ist ja so toll!
00:34:01: Das würde ich auch gerne machen, aber sie kriegen das Stückchen nicht.
00:34:04: Die Vereine können da schon helfen... Nur muss man dann nicht schon als ich auch bewusst sein, dass das Arbeit ist und nicht nur Picknickplatz.
00:34:11: Aber wenn einem das klar ist, dann kriegt man dann schon eine Unterstützung.
00:34:14: Wahrscheinlich das Beste, wenn man sagt Ja, ich habe jetzt meine zehn eigenen Bäume und ich pflege
00:34:18: die.".
00:34:19: Natürlich ist es immer noch toll, wenn ich nicht nur von diesen Modeäpfeln da kriege.
00:34:24: Sondern einen gescheiten Bretterhaar und ein gescheite Bosskopf und Gewürzluiken.
00:34:28: Kardinal Bea und Kaiser Wilhelm und so.
00:34:33: Wir hatten einen Pommelogen in Mönchberg der jeden Apfel kennt am Apfelputzen.
00:34:39: Ich muss den jetzt aufschneiden und dann von der Form des Kernauses kann ich sagen ob das der oder der ist.
00:34:44: Und zwar wirklich toll zu beobachten wie die Die alten Mönchberger und Kaja mit diesen Pommologen gefachsimmelt haben.
00:34:50: Und ganz am Schluss hatte dieser Pommologe dann, ich meine ja ... die Birne fehlt ihm noch da, die sucht eigentlich schon die ganze Zeit.
00:34:57: und dann kam der Chor aus den Leuten... Ja wir haben doch welche!
00:35:01: Der Hund starrt auch einer bei der Erna und der Trübe auch einer beim Kalle und die kannten ihre Bäume.
00:35:07: Sie wissen einfach was da ist und wie der gehört und was er damit macht und ob man hingehen kann und Kretle holen kann?
00:35:13: Warum sind denn die alten Apfelsorten gar nicht im Vog geblieben?
00:35:17: Haben die nie die gleiche Form und passen damit nicht ins EU-Schema?
00:35:21: Es
00:35:21: gab so eine Haltung.
00:35:22: Ja, die blöde EU schreibt uns ja die Größen von den Äpfeln vor.
00:35:26: Und da hat dann Manfred Nuber, das ist hier in Kreis Böblingen der Fachberater, hat gemeint, nee, das liegt schon an dem selber weil wir möchten gerne Äpfe in der und der Größe.
00:35:36: Menschen der Türkei wollen zum Beispiel größere Äpfel und wir wollen bunte Äpfle.
00:35:41: Die Amerikaner wollen einfarbige Äpfel.
00:35:43: Der muss entweder einfarbig grün sein, der Granny Smith oder roh sein.
00:35:48: Wir mögen gerne so rotbeckige.
00:35:50: Die alten Sorten werden z.B.
00:35:51: gerne braun und es wurde weggezüchtet.
00:35:53: Genau also wir wollen Äpfeln die halt unseren optischen Erwartungen entsprechen und da gehört so einen Bosskopf mit dieser braunen Öle zum Beispiel nicht dazu.
00:36:05: Die Nutzen von den Streubswiesen, natürlich immer noch diese Vielfalt an Obst und Früchten.
00:36:10: Möglicherweise schätzen wir das erst in noch zwanzig dreißig Jahren.
00:36:13: wenn der Klimawandel die normalen alten Äpfel vielleicht ausgerottet hat ist mir froh wenn man dann noch ein Genpool hat von alten Sorten.
00:36:21: Das Thema Abendvielfalt Wir haben ein großes Problem mit dem Biodiversitätsverlust Und es sind die Streubs Wiesen halt wirklich eine ganz wichtige Oase.
00:36:30: Wir brauchen großflächige Biotope und hier in Herrnberg Wir haben keinen Watten mehr, keine Flussauen.
00:36:37: Wir haben keine Almen und keine Wacholderheiten.
00:36:40: aber wir haben hier halt die Streubswiesen.
00:36:42: Und da haben wir eigentlich als Gesellschaft schon die Pflicht zu erhalten.
00:36:46: Nicht der Bewirtschaft oder der Einzelne sondern wir alle.
00:36:49: Dann ist es anders.
00:36:49: tatsächlich Thema Klimawandel- und CO² Speicher.
00:36:52: also wir denken immer ja im Wald ist ja ganz viel CO² gespeichert weil da stehen die Bäume und die im Holz jetzt ganz viel in den Streubswiesen oder überhaupt im Wiesn, im Boden enorm viel CO² gespeichert.
00:37:04: Die Wiesen dann wenn die aufgelassen werden, ja da machen wir jetzt so ein Maisacker draus und dann wird hier zweifrei gesetzt.
00:37:11: Weiter Nutzen ist halt tatsächlich das Thema Naherholung oder touristische Attraktivität.
00:37:16: von fünfzig Jahren oder vielleicht noch früher ist man nicht durch die StreubsWiesen spaziert, wer ist denn da überhaupt spazierst?
00:37:21: Vielleicht ins Städtel gegangen oder ins Lirtshaus oder sowas?
00:37:25: aber...
00:37:25: Da war man bloß dort, um zu arbeiten.
00:37:28: Wahrscheinlich haben sich die Leute auch genossen aber das ist heute viel wichtiger.
00:37:33: Wir machen ja damit Werbung und kommen nach Herrenberg in die tollen Streubswiesen.
00:37:38: Und es sind alles jetzt Nutzen für uns alle!
00:37:40: Wir als Gesellschaft müssen was für einen Artenschutz tun wie als Gesellschaft etwas mit dem Klimawandel machen.
00:37:45: wir als Gesellschaft wollen die schöne Umgebung haben wir als Herrenberge wollen für unsere Stadtwerben.
00:37:51: also wir alle haben jetzt Nutzend davon.
00:37:54: Blederweise hat immer noch der gleiche die Arbeit und das geht irgendwie nicht auf.
00:37:57: Also früher hat er, derjenige, der die Arbeit hatte den Nutzen, heute haben wir alle den Nutzten, die arbeiten immer noch am gleichen.
00:38:05: Und deswegen verschwinden immer mehr Bäume?
00:38:07: Genau!
00:38:08: Und halt leider schleichen... also es ist zwar schon dramatisch wenn man sagt jedes Jahr tausend Bäume aber dass einer dort und einer da und einer drüben Es fällt ja nur auf wenn man mal so alte Luftbilder anguckt.
00:38:19: Das kann man ja machen wie das wirklich anders aussah.
00:38:22: Ein Großproblem ist tatsächlich, wir haben ganz viele Obstwiesen die halt ungepflegt sind und so ein Obstbarm ist kein natürliches Gewecks.
00:38:29: Normaler natürlicher Apfel ist winzig.
00:38:33: Zehn-zwanzig Millimeter groß ja diese Zuchtäpfe liegen gleich das Fünfzigfache oder sowas.
00:38:38: man muss Bäume schneiden.
00:38:40: wenn man es nicht macht gehen sie unweiglich kaputt.
00:38:43: also es gibt ja tatsächlich Untersuchungen durch Auswirkung Bäume in einem Wohnquartier auf die Gesundheit der Menschen die da wohnen haben und ist tatsächlich messbar.
00:38:52: Wenn jetzt eine Stadt sagt, wir müssen da die Bäume absägen weil wir nachverdichten, dann spielen sie mit der Gesundheit ihrer Bevölkerung.
00:38:58: Wir müssen wirklich grün in die Stadt bringen.
00:39:01: Es gibt auch diesen Spruch, wenn man das und das nicht machen, dann werden wir heute noch auf die Bäumen.
00:39:05: Das ist ein falscher Spruch!
00:39:06: Weil wir sind nicht gemacht um auf Bäume rumzuklettern.
00:39:08: Dann hätten wir ganz andere Arme und ganz andere Refüse usw.. Ne, wir sind gemacht um an der Ebene herum zu laufen.
00:39:14: Unsere Heimat oder unsere Vorfahren homo-sabiens standen in der afrikanischen Savanne.
00:39:20: Was ist eine Savanne?
00:39:21: Das ist eine flache Wiese mit einzelstehenden Bäumen.
00:39:25: Also Streuobstwiese?
00:39:26: Richtig, das Streubstwieses
00:39:27: ist unser natürliches Habitat!
00:39:29: Ich fühle mich da total wohl.
00:39:31: Man kann sich hinterm Baum verstecken wenn der Einer kommt den man nicht sehen will oder man sieht schon von Weiden... Mit dem muss immer was schwätzen geht man hinterher genau wie wir unsere Vorfahren haben.
00:39:40: die hinten die Antilopik gesehen sind hinter ihr her oder drüben kam der Löwe auf.
00:39:44: dann müssen wir uns verstecken.
00:39:46: Das ist unser naturlicher Lebensraum.
00:39:48: Das geht immer in so Filme, wo irgendeiner aus der Vergangenheit hergebeamt wird.
00:39:51: Da stellen wir vor, wir hätten einen Menschen aus Kajar den Mönchberg, der vor hundert Jahren gelebt hat und auf einem Ploppi ist er da.
00:39:57: Den könnten man nicht sagen.
00:39:58: jetzt guck halt mal im Internet für.
00:40:00: ich finde schon ein Job der wisste gar nicht wovon wir reden.
00:40:02: Aber wenn man ihm sagen würde kannst du mir helfen Baum zu pflanzen?
00:40:05: Dann würde sich er ja klar.
00:40:06: Und den Baum drüben müssen wir schneiden.
00:40:08: Weißt du wie es geht?
00:40:08: Ja klar gibt mir mal eine Räbstelle und dann mache ich das.
00:40:11: Und der hat sich genauso nach den Äpfeln gebückt Wie ich mich nach einem Effelnbügelmusch.
00:40:16: Und der hat genauso gewusst, dass man die auspressen muss damit man dann Saft kriegt.
00:40:22: Der könnte überall mitmachen.
00:40:23: Da würde viel draus laufen während wir im Auto fahren aber draußen macht er das gleiche wie wir und es ist also noch eine lebendige alte Kultur.
00:40:34: Mein Traum mehr, wenn es wirklich noch mehr wird.
00:40:36: Das wirklich die junge Familien selbstverständlich sagen.
00:40:40: natürlich habe ich mein eigenes Apfelsaft und ich natürlich gehe mit meinen Kindern im Herbst zur Muste.
00:40:44: Man kann sich jetzt das Parallel vorstellen Ich bring meine Äpfel zum Muste der andere bringt seine äpfeln zum Muster.
00:40:49: Die Äffel werden zerbratscht die werden dann ausgepresst Dann kommt der Saft raus Und dann darf dieser kleine Kerle da zum ersten Mal einen Schluck trinken.
00:40:57: und das Gesicht war vor Hundert Jahre genau das Gleiche, wie es heute ist.
00:41:02: Das ist schön!
00:41:03: Ich habe auch dieses Erlebnis gehabt bei Freunden, die hier Obstwiesen haben.
00:41:06: Sinnlich... Die Vertiefung des Lebens, der durch diese Sinnlichkeit stattfindet.
00:41:11: Wir hören die ganze Zeit die Vögel Insekten fliegen vorbei und so weiter Und all das nimmst du ja nur wahr mit allen Sinnen.
00:41:18: Genau darum geht es ja auch Die Erhaltung dieser Sinnhaftigkeit des Lebens Eines sinnvollen Lebens.
00:41:27: Das ist schade, wenn dieser Kontakt verloren geht.
00:41:31: Wir müssen noch mehr für die Natur machen und wir können ja nach Sache eigentlich nur dann überzeugt helfen, wenn wir sie mögen.
00:41:40: Wir können jetzt auch nur mögen, wenn man sie überhaupt kennen!
00:41:42: Hier hast du ein Buch über Streubstwiesen, lest es mal durch und dann bist du begeistert?
00:41:45: Nein natürlich nicht.
00:41:47: Du musst dir in den Apfel beißen
00:41:48: Ja, mir die Mühe machen, ihn zu pflücken oder aufzuheben an der Hose abwischen und dann reinbeißen.
00:41:57: Wenn ich durch solche Apfelwiesen gehe, darf ich denn einfach in den Apfel beißen?
00:42:02: Also dieses Wort Mundraub gibt es eigentlich nicht mehr.
00:42:04: Es ist dann schnallhart gesagt Diebstahl.
00:42:06: Wenn das in Ausnahmen passiert... Da liest man mal was auf, was da auf dem Boden liegt.
00:42:11: Das sagt auch keiner etwas.
00:42:13: Was es leider gibt, ist halt dass Menschen übertreiben.
00:42:16: Bringe wir mal zwei Eimer und dann lese mir das auf.
00:42:19: Das passiert schon!
00:42:20: Und dann ist das ja schon ärgerlich.
00:42:22: Die Leute haben sich die Mühe gemacht und die Bäume gepflanzt, gepflegt und so weiter.
00:42:26: Da kommen sie hin und sind da abgeerntet.
00:42:28: Und wenn das als ein Baum ist an einem Weg und jeder sagt halt einen Apfel.
00:42:33: Ein schönes Wochenende, lauern hundert Leuten vorbei, es sind hundert Äpfel also.
00:42:37: Und dann gibt's diese Initiative gelbesband was gar nicht wie weit es verbreitet ist aber das gab es hier in Kreis Böbeling auch.
00:42:45: von der Theorie her ist es eigentlich offensichtlich Baum nicht ernten kann, dann markiert er den irgendwie
00:42:53: und dann darf es.
00:42:54: Aber auch da wiederum gibt's halt so Seiteneffekte... Was ist denn mit den Bäumen eben dran die ich eigentlich schon ernten will?
00:43:00: Es ist schon schwierig.
00:43:02: also von der Theorie her klingt gut aber in der Praxis ist das dann doch nicht so einfach.
00:43:05: Was habt ihr hier alles für Sorten?
00:43:09: Also mein wichtigster Baum ist hinterm Haus direkt der Bretterhaar.
00:43:12: Der stört eigentlich weil das so ein großer Baum ist direkt am Haus.
00:43:15: aber das ist der wichtigste.
00:43:16: Bretter Haar ist eine ganz tolle Lagerapfel.
00:43:18: wenn er trägt habe ich wirklich leckere Äffel bis in April im nächsten Jahr.
00:43:22: Ganz tolle Apfel, Gewürzluiken, Glockenapfel, Boskop, das ist mein Lieblingsapfel eigentlich also Goldparmänen.
00:43:30: Die gibt es ja kaum noch irgendwo?
00:43:32: Da haben wir hier einen Baum.
00:43:33: da wussten wir erst gar nicht was das war und dann haben wir die Äffeln mal mitgenommen zu einem Pommologen im Freilichtmuseum Bäuerin.
00:43:41: Was kam raus?
00:43:42: Habe
00:43:43: ich noch nie gehört.
00:43:44: Ist durchaus, also wir könnten den auch nicht aber es ist glaube ich kein wirklich seltener Apfel.
00:43:49: Aber total lecker hält sich nicht ganz so lange, aber total leckere und wirklich perfekt zum Kuchenbacken.
00:43:54: Walnüsse?
00:43:55: Wir sitzen direkt unter einem.
00:43:56: Ja ja, quitten!
00:43:59: Was halt noch ganz besonders ist tatsächlich die Kuschel.
00:44:02: Und allein schon aus optischen Gründen.
00:44:03: Es ist auch
00:44:05: so ein Wort, das ich bei Streuobst für mich entdeckt habe.
00:44:08: Vielfalt.
00:44:09: Das nette ist eine Ding?
00:44:10: Das tut mir gut!
00:44:11: Das ist gesund!
00:44:12: Ne, das sind ganz viele Aspekte... die mich da ein bisschen antreiben und ich kann ganz vielen Experten dem Streuubst nettes Wasser reichen was sie alles wissen.
00:44:21: Ich kann ja kaum die Arten aufzählen aber ich könnte trotzdem vielleicht etwas machen, was die nicht können.
00:44:27: Aber zusammen können wir dann etwas bewegen.
00:44:30: Hast du eine ausgesprochene Funktion?
00:44:33: Also bist du sozusagen so was wie im NABU, bist du der Schikatenz.
00:44:37: Beim NABO bin ich Kassierer genau.
00:44:40: Ich war aber auch bei den Grünen.
00:44:41: Bei dem Bürgerprojekt gibt es keine formale Einheit.
00:44:45: also das wir haben mit die ganzen OGVs in jedem Teilart bis auf Afstedt hat's einen eigenen OGF ganz normale Vereine mit Sprecher und Schriftführern und Kassieren usw.
00:44:53: Und dann gibts so ne ganz lose Gruppierung von allen OGFS, nämlich als Netzwerk Storbserlebnis Und da gibt es auch keine Struktur.
00:45:02: Da bin ich der Defaktorsprecher oder Haupttreiber vielleicht.
00:45:06: Alleine kann ich das unmöglich machen?
00:45:08: Nee, geht gar nicht!
00:45:10: Wir müssen halt tatsächlich was anderes machen und da versuche ich ein bisschen zu helfen dass man da ja vielleicht neue Sachen machen kann wo ich dann mit meinen ganz anderen Kenntnissen vielleicht ein bisschen helfen kann.
00:45:20: Man rennt doch damit offene Türen ein oder eben weil alle sagen das was wir für ihn schon ... ausführlich besprochen haben, wie wichtig das für die Herren ist.
00:45:28: Es gibt nur ganz wenig Leute, die den net begeistert von Streubswiesen sind.
00:45:33: Aber wieso kann man nicht dafür begeistern sein?
00:45:36: Weil's halt arbeitig ist!
00:45:37: Da haben wir es gerade recht, wenn die Bäume weg sind.
00:45:41: Ja, das ist so.
00:45:43: Die tollen Streubs Wiesen ja super und ganz klasse und wir sehen ja sofort was sie haben, wenn ich dann die Hand aufmache... Wird's immer halt geschüttelt.
00:45:51: Also man kann sich zusammentun und gemeinsam was gescheites hinbekommen als allein?
00:45:55: Man
00:45:55: muss es nicht, aber man kann da enorm viel machen.
00:45:58: Das ist nicht einfach, aber wenn wir wirklich gehts...
00:46:01: Es geht ziemlich viel hier!
00:46:03: Und deswegen bin ich fest davon überzeugt das in dreißig vierzig Jahren die Streuobstwiesen nicht verschonten sein werden oder?
00:46:10: Super genau nein das sind sie nett.
00:46:16: Was war das noch mal?
00:46:18: Das ist der Gründspecht.
00:46:34: Sie hörten die elfte Folge
00:46:37: Streuobstvielfalt,
00:46:43: gefördert im Rahmen des Bundesprogramms Demokratieleben durch das Bundesministerium für Bildung, Familiers in Joren
00:46:52: Frauen und Jugend.
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